Autor: Wenatex

Wie oft Matratze wechseln?

Eine gute Matratze ist die Grundlage für erholsamen Schlaf – doch selbst hochwertige Modelle halten nicht ewig. Im Laufe der Jahre verliert jede Matratze durch die nächtliche Belastung an Formstabilität und Liegekomfort. Wann der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Qualität, von veränderten Lebensumständen oder vom Alter der Matratze. In diesem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie erkennen, dass Ihre Kaltschaummatratze ausgetauscht werden sollte und wie Sie durch richtige Pflege die Lebensdauer verlängern können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hochwertige Kaltschaummatratzen mit einem Raumgewicht ab 50 kg/m³ halten bei guter Pflege 8-10 Jahre, in Ausnahmefällen bis zu 14 Jahre.

  • Ein Matratzenwechsel ist spätestens bei sichtbaren Liegekuhlen, Stockflecken oder dauerhaft verschlechterter Schlafqualität notwendig

  • Das Raumgewicht ist entscheidender für die Haltbarkeit als der Härtegrad - je höher das Raumgewicht, desto länger die Lebensdauer

  • Lebensveränderungen wie Gewichtszunahme, Schwangerschaft oder Alter können einen früheren Matratzenwechsel sinnvoll machen

  • Regelmäßiges Lüften, der richtige Lattenrost und eine atmungsaktive Matratzenauflage verlängern die Lebensdauer deutlich

Wie lange hält eine Kaltschaummatratze?

Die Lebensdauer einer Kaltschaummatratze hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hochwertige Kaltschaummatratzen können bei guter Pflege durchaus 8-10 Jahre halten, während günstigere Modelle bereits nach 5-8 Jahren ausgetauscht werden sollten. Entscheidend für die Haltbarkeit sind vor allem die Materialqualität und die richtige Pflege.

Daran erkennt man eine gute Matratzenqualität


Eine gute Matratzenqualität erkennt man an der Höhe des Raumgewichts. Dieses Gewicht gibt an, wie viele Lufteinschlüsse, auch Poren genannt, bei der Matratzenherstellung entstanden sind. Je weniger Poren in diesem Prozess entstehen, desto höher ist das Raumgewicht. Für den täglichen Gebrauch sollte eine Kaltschaummatratze mindestens ein Raumgewicht von 40 kg/m³ aufweisen. Hochwertige Matratzen erreichen Werte von 50 kg/m³ und mehr.

Ein hohes Raumgewicht bedeutet:

  • Bessere Formstabilität über viele Jahre

  • Geringere Anfälligkeit für Liegekuhlen

  • Längere Lebensdauer der Matratze

  • Besserer Liegekomfort

Härtegrad und Gewicht


Wie lange eine Kaltschaummatratze hält, hängt stark vom Zusammenspiel zwischen Ihrem Körpergewicht, dem Raumgewicht der Matratze und dem Härtegrad ab. Ein höheres Körpergewicht bedeutet eine stärkere mechanische Belastung des Materials – das ist unvermeidbar. Entscheidend ist jedoch, wie widerstandsfähig die Matratze dieser Belastung standhält.

Eine Matratze mit einem Raumgewicht von 50 kg/m³ oder höher verfügt über eine dichtere Zellstruktur, die auch bei höherem Körpergewicht deutlich länger formstabil bleibt. Der Härtegrad allein sagt dagegen wenig über die Haltbarkeit aus. Ein Beispiel: Eine harte Matratze mit niedrigem Raumgewicht verschleißt schneller als eine mittelharte Matratze mit hohem Raumgewicht.

Das bedeutet, dass eine qualitativ hochwertige Kaltschaummatratze mit mittlerem Härtegrad für verschiedene Gewichtsklassen geeignet sein kann, ohne dass die Lebensdauer darunter leidet – vorausgesetzt, das Raumgewicht stimmt und der Lattenrost ist richtig eingestellt.

Wie altert eine Kaltschaummatratze?


Kaltschaum altert anders als ein Federkern oder Latex. Während bei Federkernmatratzen einzelne Federn brechen können oder Latex zu bröseln beginnt, zeigt sich bei Kaltschaummatratzen die Alterung durch nachlassende Rückstellkraft. Nach etwa 5 bis 7 Jahren verändert sich durch die mechanische Beanspruchung und Feuchtigkeitseinwirkung die Struktur einer Kaltschaummatratze. Auch in diesem Punkt gilt: Je höher das Raumgewicht, desto länger behält eine Matratze ihre ursprünglichen Eigenschaften bei und altert gleichmäßig.

Anzeichen, die für einen Wechsel sprechen

Nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, wann eine Matratze ausgetauscht werden sollte. Es gibt jedoch eindeutige Warnsignale, die Sie nicht ignorieren sollten. Je früher Sie diese erkennen, desto besser können Sie Ihre Schlafqualität schützen.

  • Verschlechterte Schlafqualität: Häufiges nächtliches Aufwachen, unruhiger Schlaf oder das Gefühl, sich im Bett hin und her zu wälzen, sind oft erste Anzeichen dafür, dass die Matratze an Formstabilität verloren hat.

  • Sichtbare Veränderungen: Stockflecken auf der Matratze, ein muffiger Geruch, der auch nach dem Lüften nicht verschwindet, sind mögliche Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit tief im Matratzenkern festgesetzt haben könnte.

  • Hygienische Bedenken: Nach Jahren der Nutzung sammeln sich in jeder Matratze Hautschuppen, Schweiß und andere organische Materialien, die einen idealen Nährboden für Keime, Bakterien, Milben und Pilze bieten. Wenn Sie empfindlicher reagieren oder häufiger nießen, kann das ein Zeichen für Hausstaubablagerungen sein.

Wann ist eine Kaltschaummatratze durchgelegen?


Eine durchgelegene Matratze erkennen Sie an Liegekuhlen, die sich auch nach längerer Zeit ohne Belastung nicht mehr zurückbilden. Eine Liegekuhle von mehr als 2 cm Tiefe gilt bereits als deutliches Zeichen dafür, dass die Matratze durchgelegen ist.

Der Test: Legen Sie ein Besenstil über die Liegefläche. Bei einer intakten Matratze sollten keine größeren Vertiefungen erkennbar sein.

Ein Tipp: Drücken Sie mit der Hand fest auf verschiedene Stellen der Matratze. Bei einer guten Matratze kehrt das Material nach dem Loslassen innerhalb weniger Sekunden in seine ursprüngliche Form zurück. Bleiben Abdrücke länger sichtbar oder bilden sich gar nicht mehr zurück, ist das Material ermüdet.

Hygienegründe


Neben den offensichtlichen Gründen wie Schweiß gibt es auch weniger sichtbare hygienische Gründe eine Matratze auszutauschen. Menschen mit Hausstauballergie reagieren besonders empfindlich auf Milben und weitere Allergene, die sich im Laufe der Zeit in einer Matratze ansammeln. Selbst wenn Sie den abnehmbaren, waschbaren Bezug reinigen, erreicht das nicht den Matratzenkern.

Kaltschaummatratzen haben zwar den Vorteil, dass ihre offenporige Struktur weniger anfällig für Milbenbefall ist als andere Matratzenarten. Dennoch ist auch hier nach 8 bis 10 Jahren ein Austausch aus hygienischen Gründen empfehlenswert.

Wie oft soll die Kaltschaummatratze gewechselt werden?

Eine Kaltschaummatratze sollte nach 8-10 Jahren gewechselt werden. Diese Zeitspanne basiert auf Erfahrungswerten und berücksichtigt sowohl die Materialermüdung als auch hygienische Aspekte. Je nach individueller Situation kann ein früherer oder späterer Wechsel sinnvoll sein. Grundsätzlich gilt jedoch, je hochwertiger die Kaltschaummatratze und je besser die Matratzenpflege, desto länger ist die Lebensdauer. Hier kann dann eine Lebensdauer von 10 bis 14 Jahren möglich werden. Bei preiswerteren Modellen mit niedrigem Raumgewicht sollte beispielsweise ein Austausch nach 5 bis 8 Jahren in Betracht gezogen werden.

Der richtige Zeitpunkt für den Matratzenwechsel

Wichtig zu wissen: Der Matratzenwechsel hängt nicht immer nur vom Alter ab, sondern auch vom Zeitpunkt. Veränderungen in Ihrem Leben können einen Einfluss auf Ihre Matratze haben und damit auch auf Ihre Schlafqualität.

Matratzenwechsel bei Gewichtsveränderung


Bei einer Gewichtszunahme von mehr als 10 kg kann Ihre bisherige Matratze zu weich werden. Vor allem, wenn sie bereits älter ist und ihre Formstabilität eingebüßt hat. In der Regel ist ein Matratzenwechsel empfehlenswert. Bei einer Gewichtsabnahme hingegen muss nicht zwangsläufig die Matratze gewechselt werden. Oft reicht es, wenn der Lattenrost nachgestellt wird, um den Liegekomfort wieder zu erhöhen.

Neue Matratze nach Schwangerschaft


Während der Schwangerschaft verändert sich Ihr Körper stark und damit auch die Anforderungen an die Matratze. Das zusätzliche Gewicht und die veränderte Körperform können dazu führen, dass Ihre bisherige Matratze nicht mehr den nötigen Komfort bietet. Ein besonders günstiger Zeitpunkt für einen Matratzenwechsel ist nach der Geburt. Denn gerade in dieser Zeit werden Sie häufiger aufstehen und zu weniger Schlaf kommen. Sie brauchen dann eine Matratze, auf der Sie komfortabel liegen können und in den kurzen Schlafphasen zur Ruhe kommen können.

Ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie eine Matratzenauflage unterlegen – damit während der Stillzeit und bei kleinen Windelunfällen die neue Matratze geschont wird.

Die richtige Matratze im Alter


Mit zunehmendem Alter ändern sich die Anforderungen an eine Matratze. Wenn Sie morgens nicht mehr erholt aufwachen, sich nachts häufiger umdrehen müssen oder das Ein- und Aussteigen aus dem Bett mühsam wird, kann ein Matratzenwechsel sinnvoll sein. Wichtig ist, dass sie das Zusammenspiel von Matratze und dem für Sie passenden Lattenrost berücksichtigen. Ob elektrisch oder manuell – ein verstellbarer Lattenrost kann mit der passenden Matratze zu angenehmen Nächten beitragen.

Tipps für die längere Lebensdauer von Kaltschaummatratzen

Mit der richtigen Pflege können Sie die Lebensdauer Ihrer Kaltschaummatratze deutlich verlängern. Einige einfache Maßnahmen helfen, das Material zu schonen und für ein optimales Schlafklima zu sorgen.

  • Regelmäßiges Lüften: Lüften Sie Ihre Matratze täglich, indem Sie die Bettdecke zurückschlagen und das Schlafzimmer für 5-10 Minuten durchlüften. So kann die Feuchtigkeit entweichen. Zusätzlich sollte die Matratze mehrmals pro Jahr aus dem Bettrahmen genommen und an der frischen Luft gut durchgelüftet werden.

  • Matratzenauflage verwenden: Schützt die Matratze vor direkter Abnutzung und je nach Modell auch gegen Feuchtigkeit. Achten Sie darauf, dass die Auflage atmungsaktiv ist, damit die Luftzirkulation nicht beeinträchtigt wird.

  • Matratze regelmäßig wenden: Drehen und wenden Sie Ihre Matratze, wenn möglich, mindestens zweimal pro Jahr! Dabei sollten idealerweise Ober- und Unterseite sowie Kopf- und Fußende getauscht werden.

  • Optimales Schlafklima: Die ideale Raumtemperatur liegt bei etwa 16-18°C. Eine zu warme Umgebung führt zu stärkerem Schwitzen. Auch die Luftfeuchtigkeit ist zwischen 40 und 60 % optimal, um Schimmelbildung zu vermeiden.

  • Der richtige Lattenrost: Die Langlebigkeit der Kaltschaummatratze wird durch einen guten Lattenrost verlängert. Wichtig ist, dass er für eine ausreichende Belüftung von unten sorgt.

Matratzenpflege und Matratzenhygiene

Gute Pflege ist nicht nur wichtig für die Lebensdauer, sondern auch für Ihre Gesundheit. Besonders Allergiker sollten auf regelmäßige und gründliche Matratzenhygiene achten.

  • Bezug bei 60°C waschen und die Bettwäsche mindestens alle 2 Wochen wechseln.
  • Flecken mit lauwarmem Wasser und einer milden Seife durch Tupfen, nicht Reiben, reinigen und vor dem Beziehen vollständig trocknen lassen.
  • Niemals die Kaltschaummatratze durchnässen, da diese das Wasser wie ein Schwamm aufsaugt und nur sehr langsam trocknet
  • Nutzen Sie spezielle, milbendichtende Bezüge, falls Sie an einer Hausstauballergie leiden.

Worauf beim Kauf einer neuen Matratze achten

Beim Kauf einer neuen Kaltschaummatratze sollte das Raumgewicht an erster Stelle stehen und mindestens 50 kg/m³ sein. Wichtig ist auch das Gesamtsystem zu berücksichtigen: Eine Matratze im mittleren Härtegrad mit dem dazu passenden Lattenrost, das perfekt auf Sie abgestimmt ist. Achten Sie auf einen abnehmbaren, waschbaren Bezug, der sich bei 60°C reinigen lässt. Bedenken Sie, dass eine hochwertige Kaltschaummatratze eine Investition in Ihre Schlafqualität für die nächsten Jahre ist.

Fazit

Der richtige Zeitpunkt für einen Matratzenwechsel hängt von mehreren Faktoren ab. Hochwertige Kaltschaummatratzen mit einem Raumgewicht von 50 kg/m³ oder höher können bei guter Pflege 8-10 Jahre halten, während günstigere Modelle bereits nach 5-8 Jahren ausgetauscht werden sollten. Entscheidend sind neben dem Alter der Matratze auch sichtbare Verschleißerscheinungen wie Liegekuhlen, hygienische Aspekte und Veränderungen in Ihrer Lebenssituation.

Mit der richtigen Pflege – regelmäßigem Lüften, passendem Lattenrost und hygienischen Maßnahmen – können Sie die Lebensdauer Ihrer Matratze deutlich verlängern. Achten Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers: Verschlechterte Schlafqualität, morgendliche Verspannungen oder zunehmende allergische Reaktionen können klare Hinweise darauf sein, dass ein Wechsel notwendig ist. Eine individuelle Schlafberatung hilft Ihnen, die richtige Matratze für Ihre persönlichen Bedürfnisse zu finden und so die Grundlage für erholsamen Schlaf zu schaffen.

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