Studie: Schlafen hilft gegen Schmerzen

Studie: Schlaf hilft gegen Schmerzen

Wer unter Schlafmangel leidet, ist schmerzempfindlicher. Das besagt eine im Fachmagazin „Sleep“ veröffentlichte US-Studie.

Im Rahmen der Studie an der Wayne State University in Detroit wurden 18 junge Probanden, die unter Schlafmangel litten, auf ihre Schmerzempfindlichkeit getestet. Die Teilnehmer legten dazu ihren Zeigefinger auf einen Knopf, der sich stark erhitzte und sollten den Finger so lange liegen lassen, bis sie einen ersten eindeutigen Schmerz verspürten. Dabei wurde die Zeit gemessen. Anschließend konnte die Hälfte der Untersuchungsteilnehmer ausschlafen, die andere Hälfte schlief so kurz wie immer – danach wurde der Test wiederholt.
„Wir waren überrascht, wie stark sich die Schmerzempfindlichkeit bei den ausgeschlafenen Probanden verringerte“, so der Leiter der Untersuchung. Jene, die gut geschlafen hatten, hätten ihren Finger im Durchschnitt 25 Prozent länger auf dem heißen Knopf gelassen als vor dem Ausgleichen ihres Schlafdefizits. „Zu wenig Schlaf ist ein großes Thema in unserer Gesellschaft“, wissen die Wissenschaftler. Aus gutem Grund: Weltweit gelten heute bis zu 25 Prozent der Menschen als chronisch übernächtigt.

Schlafverhalten hat sich verändert

Das Schlafverhalten hat sich im Laufe der Zeit stark verändert, es wird immer weniger geschlafen. Während in den 60er-Jahren durchschnittlich noch rund acht Stunden pro Nacht geschlafen wurde, sind es mittlerweile nur noch etwa sieben Stunden. Eine Studie in den USA ergab zudem, dass mehr als 20 Prozent der Bevölkerung überhaupt nur noch sechs Stunden und weniger schlafen. „Das ist für die meisten Menschen eindeutig zu wenig“, warnen die Forscher. Denn die Folgen von Schlafmangel sind hinreichend bekannt: Die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit wird eingeschränkt, man wird krankheitsanfälliger und – wie die aktuelle Studie zeigt – auch schmerzempfindlicher. „Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig ausreichend Schlaf ist – vor allem für Patienten mit chronischen Schmerzen oder vor einer potenziell schmerzhaften Operation“, so die Wissenschaftler.

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