Schlafreport 2017: Über 80 Prozent kämpfen gegen wache Nächte

Schlafreport 2017: Über 80 Prozent kämpfen gegen wache Nächte

Das ist die Gesundheits-Bombe schlechthin: Deutschland schläft mehr als schlecht! Über 80 Prozent der 35- bis 65-Jährigen klagen laut einer neuen Studie über Schlafprobleme. Und: Auch in Österreich, in der Schweiz und in Italien kämpfen Ärzte mit gleich hohen Zahlen an Betroffenen. Einmal mehr muss daher auf die Wichtigkeit einer guten Portion Schlaf hingewiesen werden.

Leider hat der Schlaf in Europa noch immer ein relativ schlechtes Image: Wer ausreichend schläft, gilt schnell als faul und Nichtsnutz. Dabei ist Schlaf, genau wie Atmen, Essen und Trinken, ein lebensnotwendiges Bedürfnis.

Schlafstörungen müssen also unbedingt ernst genommen werden – vor allem, wenn man weiß, dass die Belastungen aus Beruf und Freizeit in Zukunft eher zu- als abnehmen werden. Womit sich ein Teufelskreis schließt: Wer Sorgen hat, der kann nicht schlafen, wer unausgeschlafen ist, grübelt, wird missmutig und bringt sich damit erst recht wieder um den Schlaf.

Natürlich schläft jeder manchmal etwas schlechter. Das ist an sich noch kein Problem. Doch Schlafstörung lässt sich exakt definieren: Wenn der Schlaf über einen Monat mindestens dreimal die Woche so vermindert ist, dass es das Tagesbefinden reduziert bzw. zu Tagesschläfrigkeit führt, sollte unbedingt der Arzt zu Rate gezogen werden.

Rund sechs Prozent der Bevölkerung haben diese regelmäßigen und schwerwiegenden Störungen, in Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz sind also rund neun Millionen direkt betroffen ….

Die Schlaftablette kann dabei allerdings nur sehr bedingt helfen. Zum einen kann sich daraus schnell eine Abhängigkeit entwickeln, zum anderen steigt gerade für ältere Menschen durch die medikamentenbedingte Muskelentspannung das Risiko eines nächtlichen Sturzes. Tabletten sollten daher allenfalls nur kurz und unbedingt in Absprache mit dem Arzt verwendet werden.

Eines ist jedenfalls sicher: Um die Störung an der Wurzel packen zu können, ist eine ausführliche Analyse der Situation – diagnostisches Gespräch, Schlaflabor – absolut notwendig. Wenn möglich, kann dann eine Verhaltenstherapie mehr erreichen als die „chemische Keule“.

Bewährt haben sich z. B. Entspannungstechniken, also autogenes Training oder Yoga. Alkohol und koffeinhaltige Getränke sollten vor dem Zubettgehen vermieden werden.

Das Wichtigste aber: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und blicken sie bei Schlaflosigkeit nicht ständig auf die Uhr. Denn dieser Druck wird zum regelrechten Schlafräuber. Lieber aufstehen oder eine monotone – und damit einschläfernde – Tätigkeit angehen, als sich ruhelos im Bett umherzuwälzen.

Was Studien zudem aufgezeigt haben: Viele Betroffene fühlen sich – manchmal auch von Ärzten – nicht ernst genommen. Schlafprobleme werden zu oft bagatellisiert, weil sie ganz einfach nicht in unseren schnelllebigen „Alles-besser-weiter-höher-Rhythmus“ passen.

Das ist besonders problematisch, weil man nachweisen konnte, dass Schlafstörungen nicht nur zu psychischen Belastungen, sondern auch zu neurologischen Erkrankungen und sogar zur Demenz führen können: Das Gehirn produziert im Laufe des Tages jede Menge „Abfall“, so genannte Schlackstoffe, die im Schlaf beseitigt werden. Fehlt der wichtige Schlaf, können Nervenzellen absterben und Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, die im Alter zu Demenz führen, auslösen.

US-Forscher gehen davon aus, dass bis zu 15 Prozent der Demenzerkrankungen durch rechtzeitige Behandlung von Schlafstörungen verhindert werden könnten.

Und weil wir schon bei Studien sind: Klinische Untersuchungen in Österreich haben nachgewiesen, dass ein perfektes Schlafsystem, wie jenes von Wenatex, einen ganz wesentlichen Beitrag für einen ausgeglichenen, erholsamen und gesundheitsfördernden Schlaf leistet.

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