Schlafen im Elternbett: Tabu oder Sicherheit?

Schlafen im Elternbett: Tabu oder Sicherheit

Wo schläft denn Ihr Baby? Im eigenen Bettchen oder bei Mama und/oder Papa? Was ist das Beste für den kleinen Schatz? Natürlich wollen Sie dem Nachwuchs möglichst nahe sein, um jede Kleinigkeit als mögliche Gesundheitsgefahr auszuschließen und um immer sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist. Andererseits sollte ein Kind so früh wie möglich zu Selbstständigkeit erzogen werden.

Was also ist der richtige Weg?

Eltern mit Babys oder Kleinkindern wissen ein Lied davon zu singen, dass die traute Zweisamkeit, damit auch der Sex, durchaus zu kurz kommen kann, wie auch eine Umfrage im Auftrag der Apothekenzeitschrift „Baby und Familie“ beweist. Dabei wurden 311 Mütter mit mindestens einem Kind im Alter unter vier Jahren befragt. Ein Viertel der Mütter gab zu, ihr (jüngstes) Kind schlafe meistens bei ihr, beziehungsweise bei ihr und dem Partner mit im Bett.

58 Prozent der Frauen berichteten zwar, der Nachwuchs habe von Anfang an im eigenen Bett geschlafen, doch im Laufe der Nacht stellt sich die Änderung ein: Fast jede zweite Mutter (47 Prozent) nimmt laut Umfrage das (jüngste) Kind mit zu sich ins Bett, wenn es nachts aufwacht. Dabei ist Schlafen im Elternbett gar nicht risikolos.

Unter einer schweren Decke oder zwischen den beiden Eltern kann ein Baby durch die Körperwärme schnell überhitzt werden. Diese Temperatursteigerung ist eine der Ursachen für sogenannten plötzlichen Kindstod. Ja, und dann kann es auch passieren, dass sich Mama oder Papa im Schlaf auf das Baby rollen und es dabei verletzen…
Dazu kommt die gestörte Nachtruhe. Kind im Elternbett bedeutet, dass auf jedes Hüsteln, auf jeden Schniefer geachtet wird – und der erholsame Schlaf auf der Strecke bleibt.

Fachleute raten daher, Babys – wenn es so gewollt wird – zwar im Elternschlafzimmer unterzubringen, auf jeden Fall aber im eigenen Bettchen schlafen zu lassen. So ist man in der Nähe des Kindes, ohne sich – siehe oben – Sorgen machen zu müssen. Auch ein anderer Vorteil liegt auf der Hand: Stillende Mütter müssen nicht mehrmals in der Nacht das Kinderzimmer aufsuchen um die Kleinen zu versorgen.

Im Alter von etwa einem Jahr sollte das Kind dann fix in ein eigenes Zimmer ziehen. Natürlich wird es ein Weilchen dauern, bis es sich an die neue Umgebung gewöhnt hat, doch lernen selbst die Kleinsten dabei recht schnell die Vorteile kennen. Dazu ein probater Tipp: Eltern sollten tagsüber kurze Trennungen in den Alltag mit den Kleinen einbauen. Sie könnten sie dabei immer wieder einmal – natürlich nur für kurze Zeit – verabschieden und das Zimmer verlassen. Damit lernt aber der Nachwuchs ganz klar, dass auch Phasen ohne Mama und Papa durchaus normal sind und vor allem, dass die Eltern immer wieder zurückkommen.

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