Schlaf braucht niedere Temperaturen

Hitzenächte und Schlaflosigkeit gehen Hand in Hand. Aber ist es nur die Hitze „von außen“, die uns den Schlaf raubt oder braucht der Organismus generell ein Absenken der Temperatur, um überhaupt schlafen zu können?

Die innere Uhr des Menschen, der so genannte chronobiologische Rhythmus, ist mehr als nur ein Taktgeber für unseren Schlaf-Wach-Zyklus. Denn: Diese innere Uhr mit dem schönen Namen „suprachiasmatische Nuclei“ beeinflusst auch unsere Körpertemperatur.

Bei einem gesunden Menschen steigt die Körpertemperatur morgens nach dem Aufwachen und ist mittags am höchsten. Gegen Nachmittag, so gegen 17 oder auch 18 Uhr, sinkt die Körpertemperatur leicht und dann unmittelbar vor dem Schlafengehen noch einmal stärker.

Beim Einschlafen erweitern sich Venen und andere Blutgefäße, die nahe unter der Hautoberfläche liegen. Sie geben dabei Wärme nach außen ab, wodurch die Hauttemperatur abnimmt.

Die Körpertemperatur bleibt, während wir schlafen, eigentlich die ganze Nacht über niedrig.

Jedenfalls zeigen Untersuchungen, dass eindeutige Zusammenhänge zwischen Körpertemperatur und gutem Schlaf bestehen, wobei die genauen physiologischen Grundlagen für dieses Zusammenspiel allerdings noch immer nicht in allen Details geklärt ist.

Eines lässt sich aber klar sagen: Ohne Absenken der Körpertemperatur gibt es keinen erholsamen Schlaf!

Obwohl ein kühler Raum für einen besseren Schlaf von Vorteil ist, wird die Körpertemperatur also nicht nur durch die Temperatur unserer Umgebung bestimmt. So ist die Temperaturregelung unseres Körpers ein recht komplizierter und komplexer biologischer Prozess, der im Gehirn vom so genannten Hypothalamus gesteuert wird. Ein Teil dieses Hirnareals nimmt die Bluttemperatur wahr und reagiert entsprechend. Wenn die Bluttemperatur zu sehr sinkt, signalisiert der Hypothalamus dem Körper, mit Zittern zu beginnen, um damit Wärme erzeugen zu können. Steigt die Bluttemperatur dagegen an, schwitzt der Mensch und die Blutgefäße erweitern sich, um Hitze abzugeben.

Diese Reaktionen sind so alt wie die Menschheit selbst und funktionieren autonom, d. h., sie können nicht bewusst gesteuert werden.

Wie also beeinflusst die Temperatur unseren Schlaf?

Obwohl die menschliche Temperaturregulation normalerweise imstande ist, eine ideale Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, wird das Regelsystem während der REM-Schlafphasen, auch als Traumphasen bekannt, teilweise „abgeschaltet“. In diesen Phasen liegt man beinahe wie gelähmt im Bett, wodurch der Zitter- bzw. Schwitzreflex des Hypothalamus weniger effizient ausfällt. Bei einer Störung dieser Reflexe benötigt der Körper deshalb Verhaltensänderungen, um die Temperatur regulieren zu können – man deckt sich zu oder schiebt die Bettdecke weg und versucht, sich auf andere Weise zu erwärmen oder abzukühlen. Diese Bewegung führen allerdings oft zum Erwachen.

Wichtig ist also die ausgleichende Bettdecke, wie sie zu einem optimalen Schlafsystem gehört, das etwa Wenatex anbietet.

Und wie beeinflusst die Temperatur jetzt den Schlaf tatsächlich?

Forschungen haben, wie erwähnt, die positive Verbindung zwischen einer niedrigen Körpertemperatur und der Schlafqualität gezeigt.

Einschlafstörungen gehen zumeist mit einer verzögerten Erweiterung der Blutgefäße und einer daraus folgenden reduzierten Senkung der Hauttemperatur einher. Menschen, die unter Durchschlafstörungen leiden, haben dagegen auch nachts eine höhere Körpertemperatur.

Die Wissenschaft vermutet also, dass Schlaflosigkeit und eine erhöhte Körpertemperatur von einer Übererregung des Hypothalamus ausgelöst werden.

Und deshalb gilt, was schon Großmutter empfohlen hat. Ein kühles Zimmer und die optimale Bettwäsche sind gute Helfer, um einen erholsamen Schlaf zu finden. Den Hypothalamus wird’s freuen …

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