10 Fragen zum Thema Schnarchen

Warum schnarcht man überhaupt? Wer ist besonders betroffen? Und was kann man dagegen tun? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Schnarchen finden Sie hier.

Was hilft gegen lästiges Schnarchen? Dem Schnarcher die Nase zuhalten oder ihn anstupsen? Nun, diese Maßnahmen unterbrechen zwar den Schlaf, sobald der Betroffene jedoch wieder einschläft, beginnt das nächtliche Konzert erneut. Was wirklich zu empfehlen ist und weitere interessante  Fakten zum Thema haben wir für Sie herausgefunden.

Wie entstehen Schnarchgeräusche?

Die Schnarchgeräusche bilden sich durch die Vibration weicher Gewebeteile im Rachenraum, wenn Luft mit relativ hoher Geschwindigkeit vorbeiströmt. Vor allem das Gaumensegel, ein beweglicher Bereich am oberen Gaumen, an dessen Ende sich das Gaumenzäpfchen befindet, gerät in Schwingung.

Gibt es anatomische Voraussetzungen fürs Schnarchen?

Vergrößerte Polypen und Rachenmandeln, eine große Zunge aber auch ein kleiner Unterkiefer können den Atemweg derart verengen, dass Schnarchgeräusche entstehen. Zudem erschlaffen mit zunehmendem Alter die Muskeln – auch im Rachenbereich – und das begünstigt das Schnarchen ebenfalls.

Warum schnarchen eigentlich mehr Männer als Frauen?

Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Man vermutet jedoch, dass weibliche Hormone eine Rolle spielen, warum Frauen weniger häufig schnarchen. Wie genau diese als „Anti-Schnarch-Schutz“ fungieren, ist jedoch unbekannt. Männer scheinen außerdem eine stärker ausgeprägte genetische Veranlagung für das Schnarchen zu besitzen.

Wann sollten Schnarcher zum Arzt gehen?

Ist das Schnarchen sehr laut, röchelnd, unregelmäßig und hat der Betroffene sogar Atemaussetzer, die so genannte Schlaf-Apnoe, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Ein Alarmzeichen ist auch eine erhöhte Schläfrigkeit des Schnarchers, vor allem in monotonen Situationen, wie etwa bei Fahrten auf der Autobahn.

Wie lässt sich eine Gefährdung durch Schnarchen feststellen?

Schon ein Gespräch mit dem Betroffenen und mit seinem Partner kann dem Arzt Hinweise liefern. Darauf folgt, falls nötig, eine Untersuchung. In der Regel erhält der Patient ein kleines digitales Gerät mit nach Hause, das er nachts im Schlaf trägt und welches Atmung, Sauerstoffversorgung und das Schnarchen genau aufzeichnet. Besteht danach noch weiterer Diagnosebedarf, gibt es zusätzliche Untersuchungen im Schlaflabor mit einem Monitoring zur Charakterisierung des Schlafverlaufs. Auf diese Weise lässt sich oftmals die Ursache des Schnarchens feststellen, auf jeden Fall jedoch ausschließen, ob gefährliche Atemstillstände (Schlaf-Apnoe) auftreten.

Fördert Alkohol das Schnarchen?

Ja. Alkohol senkt den Muskeltonus und dämpft den Atemantrieb. Durch den geminderten Tonus erschlafft das weiche Gewebe im Rachen und gerät während des Atmens in Schwingung, wodurch die Schnarchlaute entstehen.

Warum schnarchen schon Kinder?

Wenn Kinder schnarchen, kann das ein Zeichen dafür sein, dass Rachenmandeln oder Polypen die Atemwege verengen. Ein HNO-Arzt oder ein Schlafmediziner kann entscheiden, ob eine Operation in diesem Fall nötig ist.

Warum fördert Übergewicht das Schnarchrisiko?

Wer übergewichtig ist, speichert Fett nicht nur an den Hüften oder am Bauch. Fettgewebe setzt sich auch in vielen anderen Körperregionen an, beispielsweise im Rachenraum. Hier verengt es die Atemwege und erhöht damit das Schnarchrisiko.

Wie effektiv sind Schnarchschiene & Co?

Hilfsmittel wie beispielsweise die Protrusionsschiene, die das Nach-Unten-Sinken des Unterkiefers verhindert, sind einen Versuch wert, vor allem bei Personen, die einen etwas zu kleinen Unterkiefer haben. Ob diese Schienen dauerhaft helfen können, ist jedoch nicht bewiesen.

Wann hilft eine spezielle Überdruck-Atemmaske?

Die Atemmaske kommt im Rahmen einer CPAP-Therapie (Continous Positive Airway Pressure) zum Einsatz. Die Maske erzeugt leichten Überdruck in den Atemwegen und verhindert damit, dass sich der Rachenbereich durch entspannte Muskeln verengt. Das verhindert in weiterer Folge das Schnarchen. Die Atemmaske ist zur Behandlung der Erkrankung „Schlaf-Apnoe“ (Atemaussetzer im Schlaf) vorgesehen und nicht für die
Therapie des primären Schnarchens. In diesem Fall müsste der Betroffene die Kosten selbst übernehmen. Dazu gehört die Einstellung im Schlaflabor und das Gerät – dafür ist mit 1.500 bis 5.000 Euro zu rechnen.

11Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Jan Peters sagt:

    Hallo, ich habe früher starkes Übergewicht gehabt und geschnarcht. Trotz Abnahme und mittlerweile normalem BMI wurde das schnarchen nicht besser. Ich bin jetzt seit ein paar Monaten bei Nasenpflastern gelandet – das hilft zwar nicht perfekt, aber es wird spürbar besser. Ein versuch ist es wert, z.B. diese hier sind zu empfehlen http://www.medpex.de/hilfsmittel-schlaf/besser-atmen-nasenstrips-transp-normale-groesse-p2952561?q=schnarchen&pn=1&fs=93.91&fp=10&fop=13

    • Wenatex sagt:

      Danke für Ihren Kommentar!

      • Thomas Schuster sagt:

        Ich war selber jahrelang am schnarchen. Es war für meine Frau sehr nervend, jede Nacht ständig durch mein lautes schnarchen aufzuwachen. Auch ich war morgens nie richtig ausgeschlafen und schlapp.Nach langer suche habe ich hier
        http://was-hilft-gegen-schnarchen.com/ eine Anti-Schnarch-Schiene gefunden. In der Regel kann diese Schiene gegen Schnarchen direkt und ohne weitere Anpassungsvorgänge genutzt werden. Somit ist dieses Produkt auch für Anfänger geeignet, die noch keine Erfahrung mit Anti-Schnarch-Schienen haben. Bei Bedarf ist eine individuelle Anpassung allerdings durchaus möglich. Die natürliche Kieferbewegung sowie das normale Öffnen und Schließen des Mundes ist durch die einfache, biegsame Verbindung von Ober- und Unterschale konstant gegeben. Seitdem ich dieses Hilfsmittel nutze, schlafen meine Frau und ich endlich entspannt bis zum Morgen durch.

        • Alexander sagt:

          Auch bei mir war eine Schnarchschiene die Lösung gegen mein Schnarchen und sowohl ich, als auch meine Frau sind mehr als dankbar für dieses in meinen Augen absolut geniales System. Ich kann jedem nur empfehlen, es einmal selbst zu versuchen. Wer mehr Informationen dazu sucht, die Seite http://schnarchschiene-test.com/ ist ein ganz guter Ratgeber hierfür, mir hat sie sehr weitergeholfen.

  • Leni7891 sagt:

    Ja, dem Fakt, dass Übergewichtige und die, die vor dem schlafen Alkohol trinken, mehr schnarchen, stimme ich zu. Mein Vater hat früher auch geschnarcht und als er wegen den Rücken- und Gelenkeproblemen abnehmen musste, hat er mit dem schnarchen aufgehört bzw. das Schnarchen hat sich stark reduziert. Und das Alkohol verstärkt ja auch bekannterweise den Schnarchenprozess. Also, um das Schnarchenritual zu vermeiden sollte man auf Alohol verzichten und auch das Gewicht reduzieren. Mehr Infos gibt hier http://www.lungenfacharzt-muenchen.com/krankheitsbilder/schnarchen.html dazu.

  • Also ich hab diesen Leitfaden gegen Schnarchen gelesen http://was-tun-gegen-schnarchen.net/. Dort steht dass bei über 80% der Schnarcher schlechter Schlaf der Auslöser ist… insbesondere die Schlaf-Position (Rückenschlaf statt Seitenschlaf).
    Und bei mir selber habe ich das auch beobachtet, dass ich meistens schnarche wenn ich am Rücken liege.
    Mir stellt sich jetzt die Frage wie man mit einem Schlafsystem oder Polster (Wenatex?) sowas beeinflussen kann? Im Schlaf dreht man sich ja ohnehin unbewusst auf den Rücken..
    Würd mich über fachkundige Antwort dazu freuen!

  • Cem sagt:

    Das Schnarchen ist wirklich ein weit verbreitetes Problem. Das wichtigste ist es zu verstehen, dass es unterschiedliche Arten des Schnarchens gibt und jede Art auch eine andere Behandlung verlangt. Ob Nasenclips oder Strips. Das alles kann helfen. Es ist nur wichtig zu wissen wie das Schnarchen bei der jeweiligen Person zustande kommt.

  • Gerlinde sagt:

    Hallo,
    ich war auf einer Seite wo man einiges über die unterschiedlichen Mittel gegen Schnarchen nachlesen kann. Mein Mann hatte schon einmal eine Nasenklammer gekauft die aber leider nichts geholfen hatte. Nun hatten wir uns für einen zweiten Versuch entschieden und eine Schnarchschiene gekauft. Ich muss sagen, wir sind sehr zufrieden damit, denn er schnarcht tatsächlich nicht mehr. Ob das nun dauerhaft hilft kann ich noch nicht sagen aber ich hoffe es sehr 🙂
    hier die Infoseite: http://schnarchschiene-test.de/weitere-mittel-gegen-schnarchen/

  • Horst Naumann sagt:

    Ich war selber jahrelang am schnarchen. Es war für meine Frau sehr nervend, jede Nacht ständig durch mein lautes schnarchen aufzuwachen. Auch ich war morgens nie richtig ausgeschlafen und schlapp. Nach langer suche habe ich hier ( Quelle: was-hilft-gegen-schnarchen.com ) eine Anti-Schnarch-Schiene gefunden. In der Regel kann diese Schiene gegen Schnarchen direkt und ohne weitere Anpassungsvorgänge genutzt werden. Somit ist dieses Produkt auch für Anfänger geeignet, die noch keine Erfahrung mit Anti-Schnarch-Schienen haben. Bei Bedarf ist eine individuelle Anpassung allerdings durchaus möglich. Die natürliche Kieferbewegung sowie das normale Öffnen und Schließen des Mundes ist durch die einfache, biegsame Verbindung von Ober- und Unterschale konstant gegeben. Seitdem ich dieses Hilfsmittel nutze, schlafen meine Frau und ich endlich entspannt bis zum Morgen durch.

  • Agnes sagt:

    Ein sehr interessanter Beitrag! Vor allem sollte man hier erstmals darauf hinweisen, dass der Artikel aus dem Jahre 2012 stammt und das Problem, bzw die 10 aufgelisteten Punkte immer noch real sind und alles was hier angesprochen wurde, auch noch immer so stimmt! Was aber noch wichtig ist zu erkennen ist, dass normales Schnarchen, bei dem die Luft problemlos in die Lunge gelangt, nicht gefährlich´ist. Man muss das erwähnen, weil in der Praxis meist vom Partner gesagt wird „du bist doch krank… lass dich mal angucken“. Nein, krank ist man nicht aber nur unangenehm ist es.

    Man sollte aber wissen, dass durch den Sauerstoffmangel während der Nacht im Körper und was letztilch auch das Schnarchen mitverursacht, gewisse Krankheiten gefördert werden. So wird zum Beispiel beeinflusst: Herzinfarkt oder Schlaganfall! Natürlich nicht akut aber langfristig gibt es negative Konnotationen. LG Agnes!