Wer tagsüber kuschelt, schläft nachts besser

Wer tagsüber kuschelt, schläft nachts besser

Vermutlich geht es Ihnen auch so: Sie haben eine Partnerin oder einen Partner, den Sie aus ganzem Herzen mögen. Wie aber zeigen Sie das in unserer modernen, hektischen Zeit? Morgens tauscht man ein kurzes, flüchtiges Bussi. Und tagsüber sendet man sich Emails oder die eine oder andere SMS. Das war’s dann.
Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler aus Boston nachgewiesen: Genau diese moderne Art, miteinander umzugehen, schafft eine große innere Leere. Die Folge: Man hat tagsüber depressive Stimmungen und kann nachts nicht schlafen. Schon das Einschlafen wird zum Problem. Die Lösung: Wir brauchen mehr Körperkontakt. Wir sollten tagsüber oder abends mehr kuscheln.

„Ich liebe Dich!“, „Ich mag Dich!“, „Ich freue mich auf Dich!“ Diese Botschaften werden heutzutage nicht mehr Auge in Auge ausgesprochen. Man sendet das per SMS. Das hat für die Seele nicht die gewünschte Wirkung. Dazu gehören ein zärtlicher Blick, eine liebevolle Berührung oder eine innige Umarmung.

Warum soll das Kuscheln einen so wichtigen Einfluss auf das seelische Gleichgewicht und gar auf den gesunden, tiefen Schlaf haben? Die Wissenschaftler erklären das so:

  • Die körperliche Berührung baut Stress ab und schafft eine positive Stimmung.
  • Beim Kuscheln schüttet das menschliche Gehirn jede Menge vom Glückshormon Oxytocin aus. Dieses Oxytocin schafft innere Ruhe, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und löst Verspannungen. Das alles sind die besten Voraussetzungen für ein glückliches Einschlafen und für ein tiefes Durchschlafen mit vielen Traumphasen.
  • Wer tagsüber oder abends kuschelt, schläft so, wie wenn er frisch verliebt wäre.
  • Für einen tiefen Schlaf muss man im Laufe des Tages oder des Abends mindestens 20 Minuten kuscheln und kosen. Aber auch beim Händchen-Halten während eines Spazierganges im nächsten Park kann das Gehirn bereits genügend Oxytocin produzieren und ausschütten, um ein zufriedenes, ungestörtes Einschlafen zu garantieren.
  • Das Kuscheln muss mit vollem seelischen Einsatz geschehen, darf nicht bloß eine routinemäßige, gedankenlose Berührung sein.
  • Wer keinen Mitmenschen hat, mit dem er kuscheln kann, muss wissen: Auch das Kuscheln mit einem Haustier ist eine gute, sinnvolle Alternative.

Wir sollten daher in unserer Zeit, in der sich so viel online abspielt, den liebevollen Körperkontakt nicht vergessen.

3Kommentare

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  • Marcus sagt:

    Sehr schön. So wurde das Thema „Gesunder Schlaf“ noch gar nicht beleuchtet. Hauptaugenmerk liegt meist auf „nicht zu schwer essen“ oder „abends kein Kaffee“ mehr. Was ja auch wichtig und richtig ist.
    Allerdings war der Kuschelfaktor, bezogen auf einen guten Schlaf, bisher noch unter meinem Radar.
    Danke für die Tipps!
    LG Marcus

  • Leon sagt:

    Ich kann das wirklich nachvollziehen!
    Seitdem ich einen Partner habe ( und ich war lange Zeit partnerlos ) kann ich um einiges besser schlafen.
    Vielleicht liegt das auch daran, dass ich vorher auch nicht so übermüdet ins Bett gefallen bin, aber ich denke das mit dem Kuscheln wird auch ein Faktor sein!
    Manche haben auch gesagt, dass bessere Matratzen einen besseren Schlaf gewähren.
    Ich glaube, ich werde mich da auch mal weiter reinlesen. Denn Schlaf ist wirklich sehr wichtig!

  • Markus Kohler sagt:

    Dieser Beitrag hat mich sehr nachdenklich gestimmt,denn es ist richtig, dass ein Großteil der Kommunikation über digitale Medien abläuft und der Körperkontakt dabei ein wenig zu kurz kommt. Ich habe mir jetzt vorgenommen, das sofgort zu ändern. Dabei ist ein gesunder Schlaf nur ein positiver Aspekt.