Wer hat an der Uhr gedreht? Die Zeitumstellung sorgt wieder für Aufregung

Wer hat an der Uhr gedreht?

Die Zeitumstellung sorgt wieder für Aufregung

Jedes Jahr dasselbe: Am letzten Sonntag im März ist es statt zwei ganz plötzlich drei Uhr früh. Die Sommerzeit hat uns wieder. Und das sorgt bei so manchem für einige Aufregung.

Von wegen Zeitumstellung, die zu mancherlei Problemen führen soll …

Tatsächlich ist es ein Mini-Jet-Lag, den wir beim Wechsel in die Sommerzeit erleben. So, als würde man nach Griechenland fliegen, wo die Uhren gegenüber Zentraleuropa ja auch eine Stunde vorgehen. Was aber im Urlaub praktisch keine Rolle spielt, kann sich im beruflichen Alltag doch negativ auswirken. So wird häufig über Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen berichtet, viele fühlen sich matt und abgeschlagen. Zumindest in den ersten drei, vier Tagen nach der Zeitumstellung. Und man glaubt es kaum: Es kann sogar bis zu 14 Tage dauern, ehe man wieder in den neuen Zeitrhythmus gefunden hat.

Das wirkt sich – glaubt man internationalen Studien – auch statistisch gar nicht gut aus: Jeder Zweite leidet an den Auswirkungen der fehlenden Stunde, in den Tagen danach schnellen die morgendlichen Verkehrsunfälle um rund 30 Prozent nach oben, russische Wissenschaftler orten im Zusammenhang mit dem veränderten chronobiologischen Rhythmus gar eine Zunahme der Herzinfarkte um etwa 50 Prozent.

Wobei: So einfach lässt es sich nicht über den Kamm scheren. Eulen, die so genannten „Nachtmenschen“, werden unter dem morgendlichen Minus am Schlafkonto viel eher stöhnen als die Lerchen, eben die „Morgenmenschen“.

Was also ist zu tun?

Am besten, man gönnt sich in den Tagen vor der Zeitumstellung mehr Ruhe. Also: Pro Tag jeweils eine Viertelstunde oder 20 Minuten früher zu Bett – dann hat man es bis zum montäglichen Arbeitsbeginn schon geschafft, die Fehlstunde auszugleichen.

Auch ein ausgedehnter abendlicher Frühlingsspaziergang, ein (!) abendliches Glaserl Bier oder Wein helfen beim Stressabbau und tragen ebenfalls zum sommerzeitlichen Einpendeln bei.

Schließlich aber: Nehmen Sie’s wie es ist. Jammern nützt doch nichts. Und nach ein paar Tagen sind wir die Sommerzeit, die ja doch auch viele Vorteile hat, schon wieder gewöhnt.

Freuen Sie sich ganz einfach auf schöne, warme, angenehme Tage und Abende …

Keine Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.