Über den Schlaf im gemeinsamen Bett …

Über den Schlaf im gemeinsamen Bett…

Hat man erst einmal den Menschen gefunden, neben dem man jeden Morgen aufwachen möchte, geht es darum, die Nacht zusammen zu verbringen. Und zwar so, dass man sich am nächsten Morgen ausgeschlafen und erholt fühlt. Keine leichte Sache, denn das Bett zu teilen, ist oft gar nicht so einfach. Frauen haben einen leichteren Schlaf als Männer und werden schneller geweckt, zum Beispiel vom Ticken des Weckers, vom Straßenlärm oder eben vom schnarchenden Partner. Männer hingegen schlafen tiefer und ruhiger, wenn die Partnerin neben ihnen liegt. Hinzu kommt, dass Frauen dazu neigen, früher ins Bett zu gehen und früher wieder aufzustehen. Männer hingegen haben die Tendenz dazu, nachtaktive Langschläfer zu sein. Das soll man nun alles unter einen Hut, oder besser gesagt unter eine Bettdecke bringen. Gar nicht so einfach, denn der durch den Partner gestörte Schlaf kann sogar zum Beziehungskiller werden.
Am besten schläft freilich, wer seinen ganz persönlichen Tag-Nacht-Rhythmus ausleben kann – und das gelingt, so unromantisch das auch klingt, eher ohne Bett-Partner. Wer trotzdem nicht auf das gemeinsame Schlafzimmer verzichten will, dem sei eine bewusste Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Nachtruhe empfohlen: Oft hilft es, klare „Spielregeln“ fürs Einschlafen, Aufwachen und die Zeit dazwischen aufzustellen. Klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas übertrieben, wer aber tatsächlich Probleme mit den Schlafgewohnheiten des Partners hat, sollte unbedingt darüber sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Ein paar erste Tipps finden Sie hier:

Tipps für eine ungestörte Nachtruhe zu zweit

  • Tipp 1: Ein Partner ist beim (Ein-)Schlafen lichtempfindlich, der andere möchte aber noch ein bisschen lesen? Dann ist eine Leselampe zu empfehlen, die gezielt über einer Betthälfte ausgerichtet wird. Für den Partner gibt’s zusätzlich als Lichtschutz eine Augenbinde.
  • Tipp 2: Ihr Partner bewegt sich viel im Schlaf? Dann sollten Sie sich nach getrennten Matratzen umsehen. Übrigens: 180 cm gelten als Mindestbreite für ein komfortables Bett-Teilen. Gleiches gilt auch für die Bettdecke – besser sind zwei getrennte Decken als ein gemeinsames großes Oberbett.
  • Tipp 3: Wenn das Schnarchen des Partners unerträglich wird und man keine einzige Nacht mehr erholsamen Schlaf findet, dann sollten tatsächlich getrennte Schlafzimmer in Erwägung gezogen werden. In vielen Fällen ist das nicht der Tod, sondern die Rettung für die Liebe.

Das gemeinsame Bett – eine recht junge Erfindung

Übrigens: Einige unserer Vorfahren würden sich angesichts unserer heutigen Versuche, gemeinsam die Nacht in einem Bett zu verbringen, ziemlich wundern. Denn die Devise lautete früher: „Warum nur ein Schlafzimmer haben, wenn es im Haus doch genug Platz für getrennte Bett-Bereiche gibt?“ Tatsächlich galt es noch bis ins 20. Jahrhundert hinein als Privileg der Oberschicht, ausreichend Platz zu haben, um alleine zu schlafen. Während die Untertanen in Gruppen nächtigten, pflegten Hausherr und Gemahlin in getrennten Räumlichkeiten voneinander zu schlafen. Ein gemeinsames Schlafzimmer war absolut unüblich. Nicht nur Tisch, sondern auch Bett zu teilen, ist also im Grunde eine noch recht junge Erfindung. Kein Wunder also, dass wir es in vielen Fällen noch nicht ganz gelernt haben.

1 Kommentar

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  • Torsten sagt:

    Es gibt auch Designer-Betten, die getrennte Zonen haben, aber dennoch einen gemeinsamen Schlaf ermöglichen. Als Beispiel habe ich mir ein Designer-Bett geholt, weil es exakt meinem Geschmack entsprach und dann konnte ich auch viel schneller einschlafen, weil es sich so anfühlt, als würde ich mir so etwas locker leisten können oder so in der Art … schwer zu erklären.^^