Post-Holiday-Syndrom: Das Stimmungstief nach dem Urlaub

Der Urlaub ist vorbei und du findest nur schwer wieder in den Alltag? Damit bist du nicht allein! Jede dritte Person leidet nach dem Urlaub an Motivationsschwierigkeiten, Erschöpfung und Müdigkeit. Im Januar ist die Zahl der Betroffenen besonders hoch. Kein Wunder, denn zum Jahresende nehmen sich viele Menschen eine wohlverdiente Auszeit. Die besinnliche Zeit lädt besonders dazu ein, sich vom stressigen Alltag zu erholen und die Feiertage gemütlich angehen zu lassen. Umso schwerer fällt es den meisten von uns, wieder früh aufzustehen und in die Arbeitsroutine zurückzukehren – wir leiden unter dem Post-Holiday-Syndrom.

Symptome des Post-Holiday-Syndroms

Das Post-Holiday-Syndrom ist keine Krankheit, sondern ein kurzfristiger Effekt. Die Symptome umfassen Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Motivationsverlust und Kopfschmerzen. Das Leistungstief entsteht, weil der Körper nach dem Urlaub im Entspannungsmodus ist und noch zwei bis drei Tage benötigt, um sich wieder an den Arbeitsrhythmus zu gewöhnen. Je länger der Urlaub gedauert hat, desto schwerer fällt die Rückkehr zur täglichen Routine. Nach drei Tagen ist das Syndrom meist überstanden und der Alltag läuft wieder wie gewohnt.

Tipps gegen den Blues

1. Schlafrhythmus und Aufstehzeiten langsam wieder umgewöhnen

Im Urlaub wird die Tagesstruktur oft vernachlässigt und viele schlafen länger als es im Alltag möglich ist. Spätestens, wenn die Erholungszeit wieder vorbei ist, muss der Schlafrhythmus wieder den Arbeitszeiten angepasst werden. Wer vom einen auf den anderen Tag vom Langschläfer zum Frühaufsteher wechseln muss, läuft Gefahr, einen Mini-Jetlag zu erleiden. Versuchen Sie deshalb, Ihren Schlafrhythmus bereits drei Tage vor Arbeitsbeginn langsam wieder umzugewöhnen, indem Sie Ihren Wecker jeden Tag ein wenig früher stellen.

2. Sport und Bewegung

Bewegung ist ein wichtiger Schlüssel für guten und gesunden Schlaf. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten an der frischen Luft. Sport fördert das frühere Einschlafen und unterstützt so bei der Umstellung des Schlafrhythmus. Hier gilt jedoch, die sportliche Betätigung nicht zu spät auszuführen, da der Körper zwischen zwei und vier Stunden benötigt, um sich von der körperlichen Anstrengung zu erholen.

3. Langsam angehen lassen

Auch der schönste Urlaub geht früher oder später zu Ende. Je mehr Stress einen dabei erwartet, desto heftiger ist das negative Gefühl, das sich bei der Rückkehr an den Schreibtisch einstellt. Versuchen Sie deshalb, nach dem Urlaub nicht mit einem vollen Terminkalender zu starten. Gönnen Sie sich – sofern das möglich ist – einen ruhigen Start in den Arbeitsalltag und schieben Sie stressige Tätigkeiten auf den nächsten oder übernächsten Tag.

4. Vermehrte Auszeiten einplanen

Viele Dinge im Leben funktionieren mit Planung und Struktur besser. Deshalb sollten Pausen genauso eingeplant werden, wie unsere Termine. Denn dann fällt es auch leichter, sich daran zu halten. Planen Sie deshalb für den Start in das neue Arbeitsjahr bewusste Pausen ein. Nutzen Sie zum Beispiel die Mittagspause für einen Spaziergang an der frischen Luft oder gehen Sie mit Ihren Kolleg:innen gemeinsam Essen. Wer es schafft, öfter einmal bewusst die Seele baumeln zu lassen, ist im Allgemeinen besser gewappnet für die Herausforderungen des Alltags.

5. Verständnisvoll mit sich selbst sein

Wenn auch Sie gerade am Post-Urlaubs-Blues leiden, versuchen Sie verständnisvoll und freundlich mit sich selbst zu sein, anstatt sich zu kritisieren oder zu verurteilen. Durch den Urlaub haben Sie sich an einen anderen Tagesablauf gewöhnt und benötigen jetzt ein paar Tage, um an Ihrem Leistungsniveau von vor dem Urlaub anzuschließen. Geben Sie sich die notwendige Zeit und Raum, sich wieder an den Arbeitsalltag zu gewöhnen.

Fazit

Das Tief nach den Feiertagen ist weit verbreitet. Nach drei Tagen ist es jedoch meist überstanden und man hat sich wieder an die Routine gewöhnt. Wenn die Erholung im Urlaub oder über das Wochenende nicht mehr ausreicht, um sich vom Stress zu regenerieren, dann sollte der Erholung vielleicht generell mehr Stellenwert eingeräumt werden! Mehr Entspannung im Alltag und öfters mal kleine Pausen können das eigene Wohlbefinden signifikant steigern. Hier hilft es, sich die Frage zu stellen, wobei man persönlich gut relaxen kann und das dann öfters in die To-Do-Liste einzubauen.

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