Frühaufsteher oder Langschläfer?

Ob man Lerche oder Eule ist, bestimmen die Gene

Die einen sind früh morgens schon putzmunter, während die anderen kaum aus dem Bett kommen und erst abends so richtig aufleben. Ob man zu den Lerchen oder Eulen, sprich zu den extremen Morgenmenschen oder extremen Abendmenschen gehört, ist genetisch vorbestimmt. Neben den Genen spielt aber auch das Alter eine Rolle. Während man als Kind meist noch eher früh aufsteht, verändert man sich in der Pubertät eher in Richtung Langschläfer, bis man im Alter wieder zum Frühaufsteher wird.

Die normalen Arbeits- und Schulzeiten ignorieren jedoch die innere Uhr, sodass gerade für Eulen wochentags ein permanentes Schlafdefizit entsteht. Forscher des Zentrums für Chronobiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sprechen vom „sozialen Jetlag“. Dieser ist vergleichbar mit einem Jetlag bei Reisen über mehrere Zeitzonen und kann auch gesundheitliche Folgen für die Betroffenen haben. Lerchen wiederum leiden vor allem dann, wenn sie am Wochenende viel zu spät ins Bett kommen, da Sie am nächsten Morgen wieder früh munter sind.

Bei weitem am meisten Menschen entsprechen allerdings weder dem einen noch dem anderen Extrem. Bei ihnen liegt der Schlafrhythmus irgendwo zwischen Morgenmensch und Langschläfer, aber auch sie haben häufig eine Tendenz in die eine oder andere Richtung.

Chronotypen

Selbsttest Lerche oder Eule?

Welcher Typ Sie sind? Gehören Sie eher zu den Morgen- oder zu den Abendmenschen? Mit diesem einfachen Selbst-Test lässt sich das schnell herausfinden – aus „Mein Buch vom guten Schlaf“ von Schlafforscher Dr. Jürgen Zulley:

  1. Wann gehen Sie wochentags zu Bett?
    a.    Vor 21 Uhr (0)
    b.    21 bis 22 Uhr (1)
    c.    22 bis 23 Uhr (2)
    d.    23 bis 24 Uhr (2)
    e.    24 bis 1 Uhr (3)
    f.    Später (4)
  2. Gehen Sie am Wochenende deutlich später zu Bett
    a.    Nein (0)
    b.    Ja (4)
  3. Wann stehen Sie wochentags auf?
    a.    Vor 6 Uhr (0)
    b.    6 bis 7 Uhr (1)
    c.    7 bis 8 Uhr (3)
    d.    8 bis 9 Uhr (4)
    e.    Später (4)
  4. Stehen Sie am Wochenende deutlich später auf?
    a.    Nein (0)
    b.    Ja (4)
  5. Wie würden Sie sich einschätzen?
    a.    Morgentyp (0)
    b.    Eher Morgen- als Abendtyp (1)
    c.    Weder noch (2)
    d.    Eher Abend- als Morgentyp (3)
    e.    Abendtyp (4)
  6. Wann sind Sie tagsüber fit?
    a.    6 bis 9 Uhr (0)
    b.    9 bis 12 Uhr (2)
    c.    12 bis 15 Uhr (3)
    d.    15 bis 18 Uhr (4)
    e.    18 bis 21 Uhr (4)
0-4 Punkte: Als Morgentyp ist für Sie vor allem der Tagesbeginn und der frühe Vormittag die beste Zeit, um Ihre täglichen Aufgaben anzugehen. Dann sind Sie nämlich voller Schwung und guter Laune. Am frühen Abend sinken Sie allerdings bald in ein deutliches Stimmungs- und Leistungstief. Sie gehen lieber früh zu Bett und stehen früh auf.
5-13 Punkte: Sie sind weder Abend- noch Morgentyp, und die Tageszeit stellt für Sie kein Problem dar. Sie sind morgens und abends gleichermaßen fit und damit sehr flexibel, was Ihre Tageseinteilung betrifft – ein Allrounder sozusagen.
14-24 Punkte: Als Abendtyp haben Sie nicht nur Schwierigkeiten, morgens aufzustehen, sondern überhaupt am Vormittag in Gang zu kommen. Nachmittags geht es Ihnen schon besser und am Abend legen Sie erst so richtig auf. Sie gehen gern spät zu Bett und sollten sich deshalb für einen Beruf entscheiden, in dem man etwas länger schlafen kann.
Quelle: Zulley, Jürgen (2005). Mein Buch vom guten Schlaf. Endlich wieder richtig schlafen. S. 214-219

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