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Erbstück Matratze?

wenatex_matratze_schlaf_erbstueck.jpgAus hygienischen Gründen sollte man nach ein paar Jahren seine Matratze wechseln. Aber warum eigentlich?

Früher hat man doch auch ein Leben lang auf ein und derselben Matratze geschlafen –ganze Generationen haben oft ihre Nächte auf ein und derselben Matratze verbracht. Liegt es daran, dass die Materialien heute nicht mehr so gut sind wie früher? Oder an einem veränderten Schlafverhalten? Nein, dass man seine Matratze bereits nach etwa fünf Jahren wechseln sollte, hat vielmehr hygienische Gründe. In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde sehr viel Forschung auf dem Gebiet des guten und gesunden Schlafs betrieben – und so hat man auch jede Menge über das Innenleben von Matratzen herausgefunden.

Wenn man eine gebrauchte Matratze nach fünf Jahren im Labor untersuchen lässt, wird man staunen, was man zu sehen bekommt: Hausstaubmilben und deren Kot, Bakterien, Mikromaden, Krankheitserreger und die gefürchteten Schimmelpilze. Im Prinzip ist das kein Wunder, denn im Matratzenkern ist es dunkel, feucht und warm und das ist die bevorzugte Brutstätte für diese Krankheitserreger. Die Belastung nach fünf Jahren ist vielfach schon so hoch, dass man bereits von gesundheitsgefährdend sprechen kann. Die Ursache liegt am Benützer des Bettes selbst: Der Mensch scheidet jede Nacht etwa einen Liter Schweiß aus, das sind 365 Liter im Jahr, in denen natürlich auch jede Menge Bakterien, Krankheitserreger und Schmutz enthalten sind. Ein Teil davon verdunstet, aber ein Großteil sickert Nacht für Nacht in den Matratzenkern und bietet einen idealen Nährboden für Milben.

Natürlich kann man es den Bakterien schwer machen, zum Beispiel durch häufiges Lüften, das Vermeiden von Teppichböden und Teppichen im Schlafzimmer, oftmaliges Waschen der Bettwäsche und natürlich das Wechseln der Matratze alle paar Jahre. Ganz wird man das große Krabbeln dennoch nicht verhindern können. Umso mehr ist es wichtig, Matratzen nicht als lebenslangen Begleiter anzusehen – immerhin verbringen wir ein Drittel unseres Lebens im Bett.

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